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Wie hoch wird deine Rente?

Berechne deine gesetzliche Rente, Nettorente nach Steuern und Versorgungslücke – sofort, ohne Registrierung.

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Wichtiger Hinweis: Keine Renten-, Vermögens- oder Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen Versicherungsberater, Rentenberater oder Deutsche Rentenversicherung konsultieren.

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39,32 €

pro Rentenpunkt / Monat

45.358 €

Durchschnittsentgelt 2026

~85 %

Netto von Bruttorente

Hintergrund

So funktioniert die Rentenberechnung

Die gesetzliche Rente basiert auf dem Umlageverfahren: Heutige Arbeitnehmer finanzieren aktuelle Renten. Ihre eigene Rente hängt von gesammelten Rentenpunkten ab.

Pro Arbeitsjahr erhalten Sie Punkte im Verhältnis Ihres Gehalts zum Durchschnitt. Bei 45.358 € Jahresgehalt = exakt 1,0 Punkt. Bei 60.000 € = ca. 1,32 Punkte.

Von der Bruttorente gehen Krankenversicherung (7,3 %), Pflegeversicherung (3,05 %) und Einkommensteuer ab. Nach allen Abzügen bleiben 80–85 % übrig.

Unser Rechner berücksichtigt Kindererziehungszeiten (3 Punkte/Jahr), regionale Unterschiede (Ost/West) und zeigt Ihre Versorgungslücke sofort an.

Die Rentenformel: So berechnet die Deutsche Rentenversicherung Ihre Rente

Die monatliche Rente wird nach einer festen Formel berechnet: Monatliche Rente = Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × Rentenartfaktor × aktueller Rentenwert. Diese Formel ist in § 64 SGB VI gesetzlich festgelegt.

Die Entgeltpunkte spiegeln Ihr Lebensarbeitseinkommen wider – wer genau das Durchschnittsentgelt verdient, erhält pro Jahr exakt 1,0 Punkte. Der Zugangsfaktor beträgt 1,0 bei Renteneintritt zum Regelalter und sinkt um 0,003 pro Monat Frühverrentung (max. 14,4 % Abschlag). Der Rentenartfaktor ist 1,0 für die reguläre Altersrente.

Der aktuelle Rentenwert wird jährlich angepasst und beträgt 2026 bundesweit 39,32 € pro Monat. Seit Juli 2024 ist der Rentenwert in Ost und West vollständig angeglichen. Die jährliche Anpassung orientiert sich an der Lohnentwicklung und wird von der Bundesregierung per Verordnung festgelegt.

Rentenformel (§ 64 SGB VI)

Monatsrente = EP × ZF × RAF × aRW
Entgeltpunkte Zugangsfaktor (1,0 = Regelalter) Rentenartfaktor (1,0 = Altersrente) aktueller Rentenwert (39,32 €)

Rechenbeispiel: 40 Rentenpunkte, Regelaltersrente

40,00 × 1,0 × 1,0 × 39,32 € = 1.572,80 €

Bruttorente pro Monat bei 40 Entgeltpunkten und Renteneintritt zum Regelalter

Rentenpunkte 2026: Aktueller Wert, Durchschnittsentgelt und Beitragsbemessungsgrenze

Für das Jahr 2026 gelten folgende Werte: Das Durchschnittsentgelt beträgt in Westdeutschland 45.358 € und in Ostdeutschland 43.142 €. Wer genau diesen Betrag verdient, erhält für das Jahr exakt 1,0 Rentenpunkte.

Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) liegt 2026 bei 90.600 € (West) bzw. 89.400 € (Ost). Gehalt oberhalb der BBG ist nicht rentenwirksam – das bedeutet, dass maximal ca. 2,0 Rentenpunkte pro Jahr erworben werden können.

Der aktuelle Rentenwert von 39,32 € ist gegenüber 2020 (34,19 €) um über 15 % gestiegen. Diese Entwicklung zeigt, dass die Rentenanpassungen der letzten Jahre deutlich über der Inflationsrate lagen. Die Rentenanpassung erfolgt jedes Jahr zum 1. Juli auf Basis der Lohnentwicklung des Vorjahres.

Regelaltersgrenze und Renteneintrittsalter: Wann können Sie in Rente gehen?

Die Regelaltersgrenze wird seit 2012 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Für den Jahrgang 1958 liegt sie bei 66 Jahren, für 1960 bei 66 Jahren und 4 Monaten, für 1962 bei 66 Jahren und 8 Monaten. Ab Jahrgang 1964 gilt einheitlich die Rente mit 67.

Mit der Altersrente für langjährig Versicherte (mindestens 35 Versicherungsjahre) können Sie bereits ab 63 in Rente gehen – allerdings mit Abschlägen von 0,3 % pro Monat vor der Regelaltersgrenze. Bei 4 Jahren Frühverrentung sind das 14,4 % weniger Rente, und zwar dauerhaft.

Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte (mindestens 45 Versicherungsjahre) ermöglicht eine abschlagsfreie Rente vor der Regelaltersgrenze. Für den Jahrgang 1960 liegt diese Grenze aktuell bei 64 Jahren und 4 Monaten. Zeiten der Arbeitslosigkeit in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn zählen dabei nicht mit.

Nettorente: Was bleibt nach Steuern und Abgaben von der Rente übrig?

Von Ihrer Bruttorente werden drei Posten abgezogen: Krankenversicherung (7,3 % + Zusatzbeitrag, durchschnittlich ca. 1,7 %), Pflegeversicherung (3,05 % ohne Kinder, 2,3 % mit Kindern unter 25) und Einkommensteuer.

Der steuerpflichtige Anteil der Rente hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab: Wer 2026 in Rente geht, muss 86 % seiner Rente versteuern – der Rentenfreibetrag von 14 % bleibt dauerhaft steuerfrei. Ab 2058 werden 100 % der Rente besteuert. Liegt die Gesamtrente unter dem Grundfreibetrag von 11.604 € pro Jahr (2026), fällt keine Einkommensteuer an.

Rechenbeispiel: Bei 1.500 € Bruttorente fallen ca. 109,50 € KV (7,3 %), 45,75 € PV (3,05 %) und – je nach Freibetrag – ca. 0–30 € Steuer an. Es bleiben rund 1.315–1.345 € Nettorente. Unser Rechner ermittelt diesen Wert automatisch für Ihre individuelle Situation.

Versorgungslücke schließen: Strategien für die private Altersvorsorge

Die Versorgungslücke ist die Differenz zwischen Ihrem gewünschten Einkommen im Ruhestand und der voraussichtlichen Nettorente. Faustregel: Im Alter benötigen Sie etwa 80 % Ihres letzten Nettoeinkommens – die gesetzliche Rente deckt davon meist nur 48–50 % des letzten Bruttogehalts ab.

Deutschland kennt das Drei-Schichten-Modell der Altersvorsorge: Schicht 1 (Basisversorgung: gesetzliche Rente, Rürup-Rente), Schicht 2 (Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge, Riester-Rente) und Schicht 3 (Privatvorsorge: ETF-Sparplan, Lebensversicherung, Immobilien).

ETF-Sparplan Beispiel: Wer 30 Jahre lang monatlich 200 € in einen breit gestreuten Aktien-ETF investiert (historische Rendite ca. 7 % p.a.), kann mit einem Endkapital von rund 240.000 € rechnen. Mit der 4-%-Regel ergibt das eine zusätzliche monatliche Entnahme von ca. 800 € – oft genug, um die Versorgungslücke zu schließen.

Die Riester-Rente bietet 175 € Grundzulage und 300 € pro Kind (ab 2008 geboren). Maximal 2.100 € pro Jahr sind als Sonderausgaben absetzbar. Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist besonders attraktiv, wenn der Arbeitgeber einen Zuschuss von mindestens 15 % leistet – seit 2022 Pflicht bei Entgeltumwandlung.

Rentenrechner 2026: So nutzen Sie unser Tool optimal

Geben Sie Ihr aktuelles Alter, das gewünschte Renteneintrittsalter (63–70 Jahre) und Ihr Bruttojahresgehalt ein. Der Rechner ermittelt automatisch Ihre voraussichtlichen Rentenpunkte und die daraus resultierende Brutto- und Nettorente.

Unter Erweiterte Einstellungen können Sie bereits gearbeitete Jahre, vorhandene Rentenpunkte (aus Ihrer jährlichen Renteninformation der DRV), Kindererziehungszeiten und eine erwartete jährliche Gehaltssteigerung angeben. Je mehr Daten Sie eingeben, desto genauer wird die Berechnung.

Der angezeigte Wert Versorgungslücke zeigt, wie viel Ihnen monatlich zum Wunsch-Netto fehlt. Ist der Wert negativ (rot), sollten Sie über private Vorsorge nachdenken. Der Rechner ist eine Schätzung basierend auf aktuellen Werten (2026) – für eine verbindliche Auskunft wenden Sie sich an die Deutsche Rentenversicherung.

Durchschnittliche Rente in Deutschland 2026

Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Altersrenten nach Region und Geschlecht. Die Unterschiede zwischen West und Ost ergeben sich aus den historisch unterschiedlichen Durchschnittsentgelten, die zwischen Männern und Frauen aus der durchschnittlich geringeren Erwerbsbeteiligung von Frauen. Quelle: Deutsche Rentenversicherung.

Region / Geschlecht Bruttorente/Monat ~Nettorente
West – Männer1.637 €~1.430 €
West – Frauen803 €~720 €
Ost – Männer1.392 €~1.215 €
Ost – Frauen1.154 €~1.010 €
Gesamt – Durchschnitt1.247 €~1.090 €

Nettorente geschätzt nach Abzug KV (7,3 %) und PV (3,05 %). Tatsächliche Werte können abweichen.

Wie viele Rentenpunkte brauche ich?

Gewünschte Bruttorente Rentenpunkte Bei Ø-Gehalt: Jahre
1.000 €25,43~26 Jahre
1.500 €38,15~39 Jahre
2.000 €50,86~51 Jahre
2.500 €63,58Oberhalb typisch

Berechnung: Bruttorente ÷ 39,32 € = benötigte Rentenpunkte. Bei Durchschnittsgehalt = 1,0 Punkt/Jahr.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Wie wird die gesetzliche Rente berechnet?

Die gesetzliche Rente wird über Rentenpunkte (Entgeltpunkte) berechnet. Pro Jahr Arbeit erhält man so viele Rentenpunkte, wie das eigene Gehalt im Verhältnis zum Durchschnittsentgelt aller Versicherten beträgt. Ein Rentenpunkt entspricht aktuell etwa 39,32 € Monatsrente (Stand 2026). Die Formel lautet: Jahresgehalt ÷ Durchschnittsentgelt = Rentenpunkte pro Jahr.

Wie hoch ist die durchschnittliche Rente in Deutschland?

Die durchschnittliche Altersrente in Deutschland liegt 2026 bei etwa 1.543 € brutto pro Monat (Westdeutschland) bzw. 1.489 € (Ostdeutschland). Nach Abzug von Kranken-/Pflegeversicherung (ca. 10,35 %) und Steuern bleiben im Schnitt rund 1.350 € netto übrig.

Was ist die Versorgungslücke und wie berechne ich sie?

Die Versorgungslücke ist die Differenz zwischen der gesetzlichen Rente und Ihrem gewünschten Einkommen im Ruhestand. Diese Lücke muss durch private Vorsorge (Riester, Rürup, ETF-Sparplan, Betriebsrente) geschlossen werden. Unser Rechner zeigt Ihnen diese Lücke sofort an.

Wie viele Rentenpunkte habe ich und was sind sie wert?

Ihre Rentenpunkte können Sie Ihrer jährlichen Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung entnehmen. Ein Rentenpunkt ist 2026 etwa 39,32 € wert und wird jährlich angepasst. Bei 40 Rentenpunkten erhalten Sie ca. 1.573 € Bruttorente monatlich.

Reicht die gesetzliche Rente zum Leben?

Für die meisten Menschen reicht die gesetzliche Rente nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Faustregel: Im Ruhestand benötigen Sie etwa 80 % Ihres letzten Nettoeinkommens. Die gesetzliche Rente liegt jedoch oft nur bei 48–50 % des letzten Bruttogehalts. Deshalb ist private Altersvorsorge essenziell.

Wie kann ich meine Rentenlücke schließen?

Es gibt mehrere Wege: (1) Betriebliche Altersvorsorge mit Arbeitgeberzuschuss, (2) Riester-Rente mit staatlicher Förderung, (3) Rürup-Rente für Selbstständige, (4) ETF-Sparplan (flexibel, günstig, langfristig), (5) Immobilien für mietfreies Wohnen im Alter. Idealerweise kombinieren Sie mehrere Bausteine.

Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettorente?

Die Bruttorente wird aus Rentenpunkten × Rentenwert berechnet. Von der Bruttorente gehen ab: Krankenversicherung (7,3 %), Pflegeversicherung (3,05 %) und Einkommensteuer (abhängig von der Rentenhöhe). Die Nettorente ist der Betrag, der tatsächlich auf Ihrem Konto landet – oft 15–20 % weniger als die Bruttorente.

Warum gibt es einen Unterschied zwischen Ost und West?

Der Ost-West-Unterschied besteht, weil das Durchschnittsentgelt in Ostdeutschland historisch niedriger war. 2026 beträgt es West 45.358 €, Ost 43.142 €. Der Rentenwert pro Rentenpunkt wurde 2024 vollständig angeglichen und ist nun bundesweit gleich (39,32 €).

Ratgeber

Rente & Vorsorge verstehen